Das psychologische Konzept der Emotion wurde im vergangenen Jahrhundert so vielfältig behandelt, wie kaum ein anderes.
Durch den Gebrauch widersprüchlicher Begriffe wie „Gefühl“, „Emotion“ und „Affekt“ wird das Verständnis der Emotionspsychologie erschwert. Emotionen werden als Prozess verstanden:
Gefühle sind demnach ein Teil der Emotion. Eine Emotion besteht aus mehreren einzelnen Komponenten, drei der wichtigsten, um eine Emotion zu definieren, lauten nach Häusel (2007a) wie folgt:
Das Bewusstsein wird aktiviert zur Informationsverarbeitung, neuer oder komplexer Problemstellungen, für welche noch keine Lösungsansätze vorhanden sind.
Unsere Aufmerksamkeit wird durch neue komplexe Probleme und Situationen gefordert. Jedoch verringert sich die Intensität des Erlebens und die Aufmerksamkeit, wenn Situationen wiederholt auftreten. Unsere Gedächtnisleistung wird durch unsere Gefühle in diverser Intensität beeinflusst.
Je deutlicher Situationen von emotionalen Zuständen begleitet werden, desto besser prägt sich diese Erfahrung in unsere Erinnerung. Situationen, die nur durch schwache positive oder negative emotionale Zustände begleitet werden, bringen gelegentlich eine Stimmungs-Kongruenz mit sich.
Wenn ein momentaner emotionaler Zustand nicht mit der Information übereinstimmt, werden trotz positiver Stimmung, negative Inhalte besser in Erinnerung behalten und umgekehrt. (vgl. Roth, 2001, S. 274)
Emotionen greifen demnach in die bewusste Verhaltensplanung und -steuerung ein. Sie beeinflussen unsere Handlungswahl und fördern bestimmte Verhaltensweisen. Gedanken, Vorstellungen und Erinnerungen werden durch unsere Emotionen gesteuert.
Quellenangaben